Sommerferien
Nenn mich Löwe
Es ist ein heißer Sommer und die Sommerferien ziehen sich nur so dahin. Leo wünscht sich nichts sehnlicher als einen richtigen Freund. Als eines Vormittags ein Mädchen am gegenüberliegenden Gartenzaun auftaucht, kann Leo es nicht fassen. Eine neue Familie ist in das große Nachbarshaus gezogen und Richa, das neue Nachbarsmädchen spricht mit Leo über alles und die Welt. Und Richa hört gar nicht mehr auf zu reden. Dabei stört es sie nur wenig, dass Leo ihr nicht antwortet, sondern genießt umso mehr die gemeinsame Zeit, die die beiden haben.
Eines Tages fasst sich Leo ein Herz und erklärt Richa in einem Brief, die Gründe, warum er ihr nicht antworten kann. Doch seine neue Freundin reagiert ganz anders auf seine Botschaft, als er erwartet hat. Denn Richa hütet ein großes Geheimnis: Sie kann nicht lesen…
Ein wundervoll warmherziges Buch, das die sensiblen Themen wie selektiven Mutismus und Analphabetismus aufgreift. Eine große Leseempfehlung!
Kinderbuch ab 9 Jahren
Camilla Chester: Nenn mich Löwe
magellan, 15,00€, 978-3-7348-4112-5
Sommer mit Krähe
Einige Kinder dürfen, sobald die Schulglocke den erlösenden Ton geklingelt hat, schnell aus dem Gebäude flitzen, um in den Urlaub zu fahren. Andere freuen sich auf die genüssliche Zeit ohne Schule, die sie mit Dingen verbringen können, auf die auch wirklich nur sie Lust habe.
Und dann gibt es da Ebba und Krähe. Die beiden besten Freunde hatten schon viel miteinander erlebt, denn so war das eben mit der Freundschaft. In genau diesem Sommer beschlossen die beiden, Ebbas Eltern einen Brief auf den Tisch zu legen, der erklärte, auf welches Abenteuer sie sich eingelassen hatten: Krähes lang verlorene Familie zu finden. Denn als Krähe noch ein kleines junges Vogelkind war, passierte es, dass er unbemerkt aus dem Nest viel. Viel zu früh, um überhaupt lernen zu dürfen, was es bedeutete, in einer Krähenfamilie groß zu werden. Nun erinnerte nur noch ein zerknittertes schwarz-weißes Foto an die verlorene Familie. Und dies war der Anlass zu unserem Abenteuer. Das Foto zeigte die schwedisch-norwegische Grenze, da waren sich Edda und Krähe sicher. Also mussten sie, um der einzigen möglichen Spur zu folgen, eben irgendwie an ebendiese Grenze kommen. Wie sollte das besser gehen, als gemeinsam ins Industriegebiet zu fahren und mit einem der zahlreichen LKW in ein anderes Land zu trampen? Was die beiden Freunde allerdings nicht bedacht hatten war, wie schwierig es sein würde, die LKW-Fahrenden mit Keksen und Saft zu überzeugen, ein Mädchen und eine Krähe mitzunehmen. Ein Fahrer gab nach und die Fahrt begann. Allerdings wurde mitten auf der Fahrt dann klar, dass der LKW mit seiner Ladung gar nicht nach Norwegen fuhr, sondern schnurstracks nach Frankfurt, Deutschland. Doch auch davon ließen die beiden sich nicht einschüchtern, stiegen an einer Raststätte aus dem Auto und begaben sich auf die Suche nach einem weiteren Transportmittel, dass sie irgendwie näher an diese Grenze bringen konnte.
Mit Floß und Fahrraddraisine stürzten sich die beiden in ein Abenteuer, das die Welt in der Art lange nicht gesehen hat.
Frida Nilsson in ihrem einzigartigen Stil überzeugt in schwedischem Charme und mit einer wundervollen Sommergeschichte!
Buchtipp von Fanny Berger
Buch ab 8 Jahren
Frida Nilsson: Sommer mit Krähe (und ziemlich vielen Abenteuern)
Gerstenberg - 978-3-8369-6146-2 - 15,00€
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