Die Schule für kleine Hunde – Polly und der Wurstdieb

Die Zeiten, in denen sich Hunde ungestört durch die Welt schnüffeln konnten, sind vorbei. Schlafen, fressen, der Nachbarkatze oder dem Kollegen auf der Hundewiese hinterher jagen, sich genüsslich in einem unscheinbaren Häufchen Dreck wälzen und sich diebisch über den tollen neuen Körperduft freuen, sind Dinge, die der weltgewandte Vierbeiner allenfalls in seinen Träumen genießen kann. Hundemädchen Polly gibt uns einen kurzweiligen und spannenden Einblick in den modernen Hundealltag. Vergnügt macht sie sich jeden Morgen auf den Weg in die Schule, schließlich will sie auch so ein erfolgreicher und unerschrockener Polizeihund werden wie ihr Vater und ihre Mutter. Gemessen an ihrem tatkräftigen Einsatz auf dem Schulweg, stehen die Aussichten mehr als gut, dass Polly in naher Zukunft offiziell für Recht und Ordnung eintreten kann. Leider führt ihr Engagement für das kleine Mädchen, dessen Teddybär verloren gegangen ist und der netten alten Dame, die beim Überqueren der Straße dringend Hilfe benötigt, erst einmal nicht zum gewünschten Erfolg. Die konkrete Anwendung des Schulstoffs im Alltag, verzögert Pollys Eintreffen in der Schule beträchtlich. Zu allem Überfluss glaubt man ihr den Grund für die Verspätung nicht und von der wichtigen Prüfung wird sie an dem Tag auch ausgeschlossen. Was als nette Hundegeschichte beginnt, wendet sich unversehens zum Hundekrimi. Polly muss ihren ganzen Scharfsinn und Mut aufbringen, um zu beweisen, dass sie die Leckerlis, die sie zur Strafe bewachen soll nicht aufgefuttert hat. Die spannend und lustig erzählte Geschichte des quirligen Hundemädchens ist aufgrund der größeren Schrift und des doppelten Zeilenabstands sowie der zahlreichen Bilder bestens für Kinder ab Ende der ersten Klasse zum Selberlesen geeignet.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 7 Jahre.

Lewis, Gill: Die Schule für kleine Hunde – Polly und der Wurstdieb, dtv Junior, 2017, € 8,95.

 

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