William Wenton und die Jagd nach dem Luridium

Alles was technisch, rätselhaft und nicht auf den ersten Blick verständlich wirkt, übt eine geradezu magische Anziehung auf William aus. Ohne es zu wissen, hat er von seinem – vor acht Jahren verschwundenen – Großvater eine besondere Fähigkeit geerbt. Mühelos kann der Junge die schwierigsten Codes knacken oder technische Gimmicks nur durch genaues Anschauen nachbauen. Mit seiner überaus schnellen Auffassungsgabe und dem kaum zu unterdrückenden Drang den Dingen auf den Grund zu gehen, eckt William in der Schule allerdings immer wieder unfreiwillig an. Sein Klassenlehrer Herr Humburger hat ihn regelrecht auf dem Kieker und seine Eltern sind regelmäßige Treffen und Telefonate mit dem Rektor schon gewohnt. William weiß, dass er nicht auffallen darf, schließlich sind er und seine Eltern Inkognito, d. h. unter falschem Namen in Norwegen. Warum genau, verraten die Eltern dem Jungen nicht.

Erst nachdem William, vollkommen unfreiwillig, bei einem Ausstellungsbesuch den schwierigsten Code der Welt entschlüsselt, kommt er nach und nach dem Geheimnis seiner Vergangenheit und dem wahren Grund seiner außergewöhnlichen Begabungen auf die Spur.

Robbie Peers hat eine sympathische Figur geschaffen, die in dem Bemühen sich möglichst unauffällig zu verhalten oftmals genau das Gegenteil erreicht. Die natürliche Neugier des vielseitig interessierten Jungen, manövriert ihn immer wieder in unangenehme Situationen. Dennoch gibt William nicht auf und verfolgt konsequent sein Ziel das Geheimnis um das Verschwinden seines Großvaters zu lüften. Hierbei ist ihm nicht nur die loyale und pfiffige Iscia, sondern auch eine Vielzahl witziger und schräger Roboter eine Hilfe.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 11 Jahre.

Peers, Bobbie: William Wenton und die Jagd nach dem Luridium, Carlsen, 2017, € 14,99.

 

 

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